Bärbel Messmann - Nachfarbe

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Bärbel Messmann Bild Einladungskarte

 31. Januar bis 8. März 2015
Der Kunstverein Leverkusen zeigt mit der Ausstellung „Nachfarbe" Arbeiten von Bärbel Messmann (geboren 1955 in Münster/Westfalen, lebt in Köln). Es handelt sich um Zeichnungen auf Papier und Leinwand, Malerei auf Holz sowie um eine umfangreiche Serie überarbeiteter „Postkarten“, die sie einer Farbe gegenüberstellt.
Als Nachbild bezeichnet man Phantombilder, die noch empfunden werden, wenn der ursprüngliche Lichtreiz auf das Auge abgeklungen ist. Nachfarbe ist dem Begriff Nachbild entlehnt.
Ein zentraler Bezugspunkt der Arbeiten von Bärbel Messmann, der alle ihre künstlerischen Ausdrucksweisen miteinander verbindet, ist die subtile Infragestellung und Verschiebung von Realität. Hierbei spielen unterschiedliche Bildträger und formale Entscheidungen eine Rolle.


Zur subjektiven Wahrnehmung unreiner Farben, gemalt wie geschrieben, kommen zeichenhafte Muster, Linien und Punkte. Aus zweiter Hand scheint die Auswahl der Strukturen/Motive. Linien wie beim Leinentuch, gestreift und kariert. Linien in Form von Wellen, Schraubenlinien - verdrillten Fäden gleich, wolkige Rahmen ohne Bild. Muster ohne Grenzen.
Das Vokabular der Abstraktion wird an die Grenzen des Gegenständlichen zurückgeführt und umgekehrt. Das bewusst Lapidare trifft auf eine größtmögliche Präzision. Häufig brechen die Arbeiten aus den von ihr selbst gesetzten Ordnungsprinzipien wieder aus. In ihrer Korrespondenz untereinander verleiten sie zu immer neuen, wechselnden Perspektiven.
Diese Irritationen und Systemstörungen markieren Situationen des Übergangs und eröffnen somit neue Räume. Sie zielen auf die Kommunikation mit dem Betrachter, indem sie zunächst an dessen Bildgedächtnis, Farbgedächtnis und Erinnerungen appellieren.
Es erscheinen zwei Fotoeditionen zur Ausstellung.