Gereon Krebber

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21.10. bis 23.11.2008

Der 1973 geborene Bildhauer Gereon Krebber arbeitet oftmals mit Gegenständen des alltäglichen Lebens. Deren jeweilige Materialität, die räumliche Qualität oder Oberflächenbeschaffenheit nutzt er für seine zum Teil raumgreifenden Installationen, so z.B. die Schwebefähigkeit von Luftballons oder die Transparenz von Glas. Im Dialog mit dem jeweiligen Ausstellungsort entstehen Skulpturen, die sich in Form und Funktion stets der eindeutigen Bestimmbarkeit entziehen. Denn es geht Krebber weniger um die transzendente Bedeutung der Objekte, sondern vielmehr darum, ein eng an die sinnliche Wahrnehmung gekoppeltes Erfahrungsmoment zu vergegenwärtigen, es zu reflektieren.


Nach seinem Studium in Düsseldorf bei Tony Craig und in London am Royal College of Art lebt er derzeit in Köln. Der Künstler wurde zuletzt 2007 mit dem Kunstpreis Junger Westen in Recklinghausen ausgezeichnet.

 

Hideaki Yamanobe

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12.08. bis 14.09.2008

"Auf den für die Ausstellung vorgesehenen Gemälden wird die Luft, die Atmosphäre selbst dargestellt, untergeordnete Themen sind z.B. Wolken und Sprühregen. Die großformatigen Werke zeichnen sich durch halbtransparente Farben sowie eine spezielle   Pinselführung aus. Obgleich es sich um flache Gemälde handelt, ist es meine Absicht, in der Ausstellung einen Raum zu offerieren, in dem der Betrachter das Gefühl einer gleichsam dreidimensionalen "Luft/Atmosphäre" erleben und sogar die Natur der Klänge, das Licht und die Temperatur mit allen seinen Sinnen wahrnehmen kann."

 Hideaki Yamanobe

Anke Röhrscheid

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22.04. bis 25.05.2008

Fotografie – Aquarell

„Geisterhaft entrückt und zugleich bis in feinste Details hinein präsent erscheint die Formenwelt, die Anke Röhrscheid in ihren minutiös auf Papier angelegten, meist kleinformatigen Bildern vorführt. Die vielfältig ineinander verschlungenen Gebilde sind einerseits als abstrakte ornamentale Verdichtungen lesbar, wecken aber andererseits unmittelbare Assoziationen an pflanzliche Formen oder auch an Geschlechtsorgane.
Man mag an botanische Illustrationen denken oder an ein mikroskopisch kleines, hier bereits um ein vielfach vergrößertes Universum. Aber immer wieder ist man als Betrachter bestrebt, figurative oder emotionale Momente hineinzulesen, als ob die organoiden Gebilde sich umarmten oder eine Form die andere in eine Fesselung verstickte. Immer wieder führen uns Anke Röhrscheids Bilder in eine "Falle" hinein, die John Ruskin, der berühmte englische Kunstschriftsteller des 19. Jahrhunderts, als das große Manko der romantischen Kunst- und Naturauffassung ansah. Die Romantiker würden nämlich, anders als der von ihm gefeierte William Turner, eigene Gefühle in die äußere Natur projizieren und unterlägen damit einem "Pathetic Fallacy".

 

Sakir Gökcebag

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29.01. bis 02.03.2008

„Cuttemporary Art“ - Installation und Photographie

Das Werk des zwischen Japan und Deutschland pendelnden Takakazu Takeuchi kreist um das zentrale Thema der Flüchtigkeit eines Momentes, um jene kurze Spanne zwischen Sehen und Nicht-Sehen, in der für uns Wirklichkeit entsteht.
In der Ausstellung im Kunstverein Leverkusen wird er Fotografien großer Seifenblasen zeigen, in denen sich in der kurzen Spanne bis zu ihrem Zerplatzen die sie umgebende Realität spiegelt;  mundgeblasene Glasobjekte, die im nächsten Moment zu zerfließen drohen; Schneekristalle, vor ihrer Verflüchtigung bewahrt in Wachs und Salz; eine menschliche Figur.
Bezeichnenderweise zitiert Takeuchi in Bezug auf seine Arbeiten Kamo no Chomei, einen Literaten aus dem 12. Jahrhundert „Unaufhörlich strömt der Fluss dahin, gleichwohl ist sein Wasser nie dasselbe. Schaumblasen tanzen an seichten Stellen, vergehen und bilden sich wieder – von großer Dauer sind sie allemal nicht.“

 

Birgitta Weimer

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16.10. bis 18.11.2007

„Sphären“ - Installation und Objekte

Diese Ausstellung war eine Kooperation mit der Galerie der Stadt Tuttlingen

Für die bei Bonn lebende Bildhauerin Birgitta Weimer sind Kunst und Wissenschaft gleichberechtigte Systeme, die die Wahrnehmung von Wirklichkeit thematisieren und definieren. Mit sehr unterschiedlichen Materialien (Stahl, Gummi, Silikon, Latex und Kautschuk) nähert sie sich ihren jeweiligen Themenschwerpunkten, "Ordnungssystemen, Mustern, Strukturen, Formeln, Codes der verschiedenen Wissenschaften, von der Kulturanthropologie bis hin zu den Life Sciences". Dabei entstehen sowohl ortsbezogene Installationen als auch Objekte, von denen einige den bezeichnenden Titel "Tropen" tragen.

Die Ausstellung im Kunstverein zeigt Arbeiten der letzen beiden Jahre: neben den „Tropen“ die Reihe der „Sphäroiden“, halbkugelförmige Wandobjekte aus Gummi, die als zellulare Strukturen, Körperausschnitte oder auch Erfindungen ungewöhnlicher Lebewesen erscheinen, Ausschnitte und Ganzes zugleich sind.
Eine Installation aus sieben Objekten unterschiedlicher Größe hat Birgitta Weimer extra für den Kunstverein erarbeitet. Diese besteht aus jeweils einem dichten Büschel schwarzer Gummischläuche, die an schemenhafte Formen von Köpfen oder Torsi erinnern. Die Versammlung dieser „Sphären“ (daher der Ausstellungstitel) findet im Halbdunklen statt; anstelle eines Schattens wirft jede einzelne einen Lichtkreis auf den Boden, wodurch sich das Schattenhafte der Objekte noch verstärkt – eine Paraphrasierung des Höhlengleichnisses? Auf jeden Fall aber haben wir es hier mit einer Untersuchung des „Seins in Sphären als dem Grundverhältnis menschlicher Disposition“(B. Weimer) zu tun.

 

 

Daniel Lergon

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Die Frage nach dem Konzept „Malerei“, die intensive Erforschung der Farbe und ihrer Eigenschaften bildet die Grundlage der teils großformatigen Arbeiten des 1978 geborenen Daniel Lergon. Im Kunstverein Leverkusen wird sich, wie der Meisterschüler von Lothar Baumgarten an der Universität der Künste Berlin sagt, „das ganze Spektrum der Farben außerhalb des normalen Bereiches auftun; Farben, die ihr Licht teilweise aus dem unsichtbaren UV Anteil des Lichts erhalten, fluoreszierende (Neon-) Farben, phosphorizierende Farben, die nachleuchten.“ Wie schon in Ausstellungen in Köln und Wien werden diese in großer Geste erneut auf textile Stoffe aufgetragen, die z. T. selbst diese optischen Eigenschaften besitzen.

 

 

 

Max Sudhues

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Unter dem Titel „In der Hitze des Tages“ zeigt der 1977 geborene Max Sudhues im Kunstverein Leverkusen eine raumbezogene Installation sowie Collagen aus Video-, Dia- und Lichtprojektionen und sogenannten Alltags-Objekten.
Die Umwandlung dieser teils banalen Gegenstände in erzählerische, skurrile Assoziationsbilder, ihre Anordnung zu bewegten Schattenbildern erzeugt nicht selten eine irritierende Diskrepanz zwischen der von Sudhues installierten „Bildquelle“ und der Rezeption des an die Wand geworfenen Bildes. Es ist die Verrückung, die Verfremdung des Blickwinkels, die verwirrt – humorvoll, poetisch.

 

Adochi

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Der 1954 in Rosenau/Rumänien geborene und heute in Italien lebende Künstler lässt Farbflächen entstehen, Farbräume, so nuanciert, so facettenreich wie das Spiel des Lichts auf dem Wasser, in dem Grün der Blätter. Der Flüchtigkeit des Augenblicks gilt Adochis Interesse, nicht festgehalten als visuelle Impression sondern als malerische Übersetzung von Veränderung im Gleichen.

1954 In Rosenau/ Rumänien geboren
1977-84 Studium an der HdK-Berlin bei Prof. Petrick und Prof. Schoenholtz
1983 Meisterschüler

Frauke Wilken

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Skulpturen und Zeichnungen

(17. 10. bis 03.12. 2006)

Die Kölner Bildhauerin Frauke Wilken lässt ihre figurinen Körper aus mit Acrylbinder angestrichenen Stoffen entstehen, gibt ihnen Titel wie „Eng“, „Ruhe“, „Selbstgespräch“. Eingeschnürt, gefangen, isoliert von der Umwelt nehmen die Skulpturen ihren Platz ein; hängend, liegend, meist mit sich selbst beschäftigt, beinahe autistisch. Gesichts- und geschlechtslos bewegen sie sich zwischen Bewegung und Erstarrung, Aufbegehren und Resignation. Die Übergänge dieser unter der Oberfläche, unter der Haut sich abspielenden Prozesse sind „nahtlos“. Die sichtbaren Nähte nehmen sich indes aus wie Narben, wie Verletzungen dieses Kampfes mit sich selbst, mit dem Anderen.

Takakazu Takeuchi

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Übergang im Untergang

(4. April - 28. Mai 2006)

Das Werk des zwischen Japan und Deutschland pendelnden Takakazu Takeuchi kreist um das zentrale Thema der Flüchtigkeit eines Momentes, um jene kurze Spanne zwischen Sehen und Nicht-Sehen, in der für uns Wirklichkeit entsteht.
In der Ausstellung im Kunstverein Leverkusen wird er Fotografien großer Seifenblasen zeigen, in denen sich in der kurzen Spanne bis zu ihrem Zerplatzen die sie umgebende Realität spiegelt;  mundgeblasene Glasobjekte, die im nächsten Moment zu zerfließen drohen; Schneekristalle, vor ihrer Verflüchtigung bewahrt in Wachs und Salz; eine menschliche Figur.
Bezeichnenderweise zitiert Takeuchi in Bezug auf seine Arbeiten Kamo no Chomei, einen Literaten aus dem 12. Jahrhundert „Unaufhörlich strömt der Fluss dahin, gleichwohl ist sein Wasser nie dasselbe. Schaumblasen tanzen an seichten Stellen, vergehen und bilden sich wieder – von großer Dauer sind sie allemal nicht.“

 

Gudrun Kemsa

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„Choreographien“

24. Januar 2006 – 5.März 2006

Die Arbeiten von Gudrun Kemsa sind photographische Bilder und Video-Installationen; es sind Werke zu Raum und Zeit, zu Bewegung. Meist gilt ihr fotografischer Blick architektonischen Situationen, in denen die Düsseldorferin den Wandel der Lichtverhältnisse dokumentiert, den Verlauf von Zeit. Menschen erscheinen bei ihr erst in jüngerer Zeit, erscheinen wie Statisten, wie Träger jener Bewegungsabläufe, an denen wir Raum und Zeit oft erst bemessen können.
In der im Kunstverein Leverkusen vorgestellten Reihe„Choreographien“ finden sich Menschen vor einem sich kaum verändernden Hintergrund, haben Einzelne, haben Gruppen ihre Auftritte und Abgänge an einem nicht klar identifizierbaren Ort. Nicht für die Kamera inszeniert, nur von ihr erfasst in jenem flüchtigen Moment der Bewegung, der sowohl das soeben Vergangene als auch das unmittelbar Folgende in sich birgt, ohne Fragen nach dem Woher und Wohin zu beantworten. Zu „Choreographieren“ werden diese wie zufällig anmutenden Momente erst im fotografischen Ausschnitt.

 

Carsten Gliese

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„Architektonische Installation“ 18.10. – 6.12.05

Die „Architektonischen Installationen“ von Carsten Gliese basieren auf computerbearbeiteten Fotomontagen: Gliese fotografiert verschiedene Raum-Perspektiven, einzelne Raumsegmente und montiert sie im Kunstverein, als Motiv auf einen Träger kopiert, an anderer Stelle im Raum – als eigenständiger Raumkörper, als Skulptur.
Carsten Gliese seziert Architektur, irritiert Wahrnehmungen, hinterfragt Gewohnheiten.

Carsten Gliese wurde 1965 in Krefeld geboren, studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Münster, wurde 1995 Meisterschüler. Er erhielt verschiedene Preise wie u.a. den Kunstpreis Münsterland, Förderpreis 2001. Carsten Gliese lebt in Köln und Münster.